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Kommunale Strategien

EXKLUSIVES LABEL BERGSTEIGERDÖRFER


Logo Bergsteigerdoerfer
- Kleine und feine Orte zum Genießen und Verweilen -               


Immer mehr Urlauber sind auf der Suche nach authentischen Ortschaften, die einen ruhigen, technikfreien und an Nachhaltigkeitskriterien orientierten Bergurlaub bieten können. Die Bergsteigerdörfer-Initiative des Oesterreichen Alpenvereines möchte dieser Nachfragergruppe zur Hand gehen und ausgewählte Gemeinden am Tourismusmarkt gezielt positionieren:
Über
ansprechend gestaltete Informationsbroschüren, Artikel in Alpinzeitschriften, die Homepage „bergsteigerdoerfer.at“, Veranstaltungen, durch die Propagierung als bevorzugte Ziele für geführte Touren oder die Mithilfe bei der Entwicklung von alpinorientierten Urlaubsangeboten. Es geht darum, ein Qualitätsversprechen, das mit dem Begriff „Bergsteigerdorf“ verknüpft ist, glaubwürdig und auf Dauer zu erfüllen. Insgesamt soll die Bergsteigerdorf-Initiative zur Umsetzung eines zentralen Anliegens der Alpenkonvention beitragen: eine Balance zu finden zwischen dem Schutz der Gebirgsregionen und einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Wirtschaftsentwicklung.
Neugierig geworden? Dann besuchen Sie doch einmal die Bergsteigerdörfer, vielleicht zunächst virtuell (www.bergsteigerdoerfer.at) und später dann persönlich?

INTERKOMMUNALE ENTWICKLUNG DER STADTREGIONEN

HANDLUNGSBEDARF UND STEUERUNGSMÖGLICHKEITEN IM SPECKGÜRTEL

Die Bedeutung der Stadtregionen für die Raumentwicklung lässt sich anhand der Volkszählung 2001 (Abgrenzungsmodell von 1991) mit einem Bevölkerungsanteil von 65,4%, davon 51% in den Kern­räumen, beziffern. Geht man von dieser amtlichen Abgrenzung, die neu gefasst werden soll, aus, so stellen sich die als Stadtregionen definierten Landesteile als äußerst vielfältig dar, in denen auch ländliche Lebens- und Wirtschaftsformen sowie sogar Naturreservate Platz finden.

Betrachtet man die Gemeindegrößenstruktur, so gibt es 193 Kleinstädte zwischen 5.000 bis 20.000 Einwohner, 19 Mittelstädte bis unter 100.000 Einwohner und 5 Großstädte darüber. Die Schwäche eines solchen An­satzes ist der Bezug auf ein Gemeindeterritorium, ohne die grenzüberschreitenden Siedlungszusam­menhänge und die regionale Einbettung zu beachten. Die größte Stadtregion und einzige Metropol­region aus europäischer Sicht ist die Region Wien mit etwa 1,8 Mio. Einwohner im Kernraum und 2,2 Mio. Einwohnern mitsamt dem Umland. Die kleinsten als „Stadtregionen“ ausgewiesenen Siedlungs­komplexe erreichen nur rund 25.000 Einwohner, die Spannweite ergibt einen Faktor von etwa 1 : 90.

Welche zeitgenössischen und anhaltenden Prozesse der Raumentwicklung von Stadtregionen verursachen einen Handlungsbedarf und in welcher Weise kann dem planerisch-konzeptuell in der Grundlage und instrumentell-operativ im Anlassfall nachgekommen werden? Ein besonderes Augenmerk ist dabei dem zeitlich-räumlichen Ablauf (z.B. in Zyklen, räumlichen Wel­len oder als „Zufallsmuster“ ausgeprägt) beizumessen, da diese Erkenntnisse die Steuerungs­mög­lichkeiten beeinflussen. Mit diesem Schritt wird (über die engen Fachzirkel hinaus) Ver­ständnis für die Raumentwicklung aufgebaut, das in Richtung Öffentlichkeit und Entscheidungs­trägerschaften zielt. Er ist die Voraussetzung für eine Bewertung im Kontext der Stadtregion, ob bestimmte Prozesse der Raumentwicklung in eine bestimmte Richtung wirkungsvoller gesteuert werden sollen. Exogene Zielvorgaben (aus der Sicht der maßgeblichen Gebietskörperschaften) können dabei der globale Klimaschutz, die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit der Stadtregion als Gesamtheit und die Umweltattraktivität für ihre angestammte und künftige Bewohnerschaft sein.

Gleichzeitig sind die endogenen Ziele innerhalb der Stadtregionen zwischen den maßgeblichen Ge­bietskörperschaften abzustimmen und zu gewichten. Das stößt bislang auf Hindernisse, die in der man­gelnden „Waffengleichheit“ der Mitspieler und der administrativen Zersplitterung v.a. auf Ge­meindeebene begründet liegen. Die bisherigen auf Freiwilligkeit aufgebauten Organisations­strukturen konnten mangels operativer Aufgabenzuweisungen und fehlender Entscheidungsbefug­nisse daran wenig ändern. Nicht zuletzt, weil eine solche Zuweisung zugleich die Abgabe gewis­ser Kompetenzen der betroffenen Gebietskörperschaften an eine regionale Körperschaft bedeu­ten würde. Dazu bestand in Österreich bislang kaum Bereitschaft. Die in den letzten Jahren beschleunigte Be­völ­ke­rungs­dynamik in nahezu allen österreichischen Stadtregionen könnte einen Anstoß darstellen, der Zukunfts­gestaltung der Stadtregion als ganzheitlichem Organismus mehr Bedeutung einzu­räu­men.


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